Berlin, 16.09.2025
Ist Deutschland attraktiv genug für ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Wie kann es gelingen, Menschen ins Land zu holen und auch langfristig zu halten? Deutschland braucht Arbeitskräfte dringender denn je. Die Boomer, also die geburtenstarken Jahrgänge aus den 1960- ger Jahren gehen in den Ruhestand. Ohne Zuwanderung lässt sich der Bedarf an Fach- und Arbeitskräften nicht decken. Doch welche Hürden gilt es zu nehmen, für diejenigen, die hier arbeiten möchten?
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„Sie brauchen Berufsabschlüsse, eine abgeschlossene Berufsausbildung. Diese Ausbildung muss in Deutschland anerkannt werden, nach deutschen Standards und Kriterien. Dazu kommen Hürden wie lange Fristen bei der Visaerteilung, unsere Ausländerämter, die mit großen Zeitverzögerungen arbeiten, die Digitalisierung ist nicht weit fortgeschritten.“ (20 sec.) sagt Professor Herbert Brücker am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, IAB.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Sandra Carstensen, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, will Hindernisse abbauen. Sie setzt auf pragmatische Lösungen. Eine Work-and-Stay-Agentur soll die Verfahren beschleunigen: (17 sec.)
„Ich sag, wir brauchen hier dringend eine Zentralisierung vieler Verfahren. Wir müssen die Verfahren durch die unterschiedlich beteiligten Behörden, also angefangen von der Bundesagentur über die Ausländerbehörden und und und. Wir müssen uns die Strukturen da anschauen. Und so neu aufstellen, dass wir zügig und transparent die Verfahren begleiten und durchführen können.“ (22 sec) Carstensen rechnet mit 200.000-400.000 Arbeitskräften durch Zuwanderung jährlich, die Deutschlands Arbeitsmarkt braucht.
Andreas Schmincke vom Personaldienstleister PEAG Holding Gmbh fordert daher dringend, dass auch Arbeitnehmern aus Drittstaaten außerhalb der EU der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtert wird. (18 sec.)
„Sie sprechen von Paragraf 40 Aufenthaltsgesetz. Es ist nicht nur an der Zeit, es ist schlichtweg überfällig, dass wir diese Regelung endlich beseitigen, weil sie hindert die Zeitarbeit daran, weitere große Intergrationsarbeiten zu leisten.“ (20 sec.) Viele Zuwanderer finden über die Zeitarbeit in den deutschen Arbeitsmarkt. Es müsse noch besser gelingen, diese Arbeitskräfte zu halten und zu integrieren. (9 sec.) „Wenn wir das nicht schaffen, werden wir in Deutschland Wohlstand verlieren. Es gilt nichts, was jetzt wichtiger ist, als dafür Sorge zu tragen, dass das nicht passiert.“ (11 sec.)
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Birgit Keller Berlin
Link zur Veranstaltung und O-Tönen im Podcast
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Anja Baer
im Auftrag der PEAG Unternehmensgruppe
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Seit 25 Jahren berät die PEAG Unternehmensgruppe Unternehmen bei Personalgewinnung, Personalentwicklung und Trennungsprozessen. Sie ermutigt Unternehmen und Menschen dazu, Veränderungen zu wagen. Mit ihren langjährigen Erfahrungen entwickelt die PEAG Unternehmensgruppe gemeinsam mit ihren Kunden tragfähige Lösungen für Personalanpassungen, für den Einsatz von Fachkräften und für ein maßgeschneidertes Personalmanagement.